Studienreise der Klassen 10a und 10b

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London 27.06. - 02.07.2011

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TAG I
Nach monatelanger Vorbereitung und unglaublicher Vorfreude war es endlich soweit: Die Klassenn 10a und 10b traten die 16-stündige Busreise nach England / London an. Zusammen mit Frau Barthel, Herrn Langenau, Frau Merz, Frau Münch und Frau Conrad ging es am 27.06.2011 spät abends (22.00 Uhr) los. In einem klimatisierten und durchaus bequemen Bus fuhren wir durch Belgien und Frankreich, wo wir schließlich die Fähre betraten, die uns von Calais nach England bringen würde. Gut 45 Minuten brauchte das Schiff, bis wir in der Ferne die Kreidefelsen von Dover erblickten. Die Zeitumstellung betrug eine Stunde, sodass wir uns um 14.00 Uhr Ortszeit auf englischem Boden befanden.

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Mit unserem Bus, welcher uns die ganze Klassenfahrt über zu den gewünschten Orten bringen würde, fuhren wir jedoch nicht zu unserem Hotel, um unsere Zimmer zu beziehen, sondern machten noch einen Stopp an der ersten Sehenswürdigkeit: das „Canterbury Cathedral“.
Eine Kathedrale, welche in der gleichnamigen Universitätsstadt liegt und wunderschöne Glasfenster, vergoldete Statuen und meisterhafte Architektur zu bieten hat. Ausgestattet mit einem englischen Audioguide zogen wir durch die Kathedrale, schossen unzählige Fotos und kauften uns ein oder zwei Dinge in dem Souvenirshop, welcher natürlich nicht fehlen durfte. Doch die lange Reise hatte ihre Spuren hinterlassen und so waren wir doch alle froh, wieder im Bus zu sitzen und uns auf dem Weg zu unserem Hotel zu machen. 

Das Hotel, welches sich schändlicher weise sogar als 2 Sterne Hotel bezeichnete, hieß „Queens Hotel Crystal Palace“ und war gut eine knappe Stunde außerhalb von London gelegen. Wie wir alle befürchtet hatten, war das Hotel der reinste Horror: verrostete Betten, schimmliges Essen in den Schubladen, Hundehaare auf dem Boden und lauter Stolperfallen auf den mit Teppich ausgelegten Stufen.
Wie froh waren wir da, dass wir nur abends Zeit im Hotel verbringen mussten und kümmerten uns deshalb nicht weiter um diese Mängel. Nachdem Auspacken der Sachen hatten wir noch sehr viel Freizeit, die wir dazu nutzten, die Stadt zu erkunden. Einige machten sich auf den Weg nach China Town, andere fuhren mit dem Bus einfach in die Stadt und wieder andere, zu denen ich leider zählte, verfuhren sich vollkommen. Alles in Allem war es jedoch ein gelungener Auftakt zu unserem London Aufenthalt.

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TAG II
Am Mittwoch machten wir eine Stadtrundfahrt, die von einem zugestiegenen Reiseführer geleitet wurde, der sogar sehr gut Deutsch sprechen konnte. Es war etwas schade, dass unser Bus nicht oben offen war, sodass Fotos zu schießen oft ein wahres Hindernis wurde, aber zusammen mit den vielen spannenden Erklärungen des Reiseführers wurde die Fahrt ein wahres Abenteuer. Es gab so viele Sehenswürdigkeiten, die viele nur aus dem Fernsehen oder dem Internet kannten, dass es ein wirklich atemberaubendes Erlebnis  war. An einigen Stellen hielten wir sogar an, zum Beispiel am „Covent Garden“, eine große Markthalle, die einige schöne Dinge bietet oder an der Themse, von wo aus wir die „Tower Bridge“, die wir in den nächsten Tagen noch näher sehen würden, gut erkennen konnten. Am Nachmittag teilten wir uns auf, die einen gingen in „Madame Tussaud’s Wachskabinett“ und die anderen in das „Sherlock Holmes Museum“. Madame Tussaud war sehr voll und man musste förmlich um die Fotos mit den Lieblingsstars kämpfen.

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Doch war es den Eintritt wert, da nicht nur leblose Wachsfiguren, sondern auch lebende Schauspieler im gruseligeren Teil des Kabinetts auf einen warteten, gefolgt von einer kleinen Reise durch die Geschichte Londons, begleitet von bewegenden Wachsfiguren, die unter anderem vorherige Queen’s oder Menschen aus dem Mittelalter darstellten. Nach dem Besuch gab es wieder viel Freizeit und einige wurden zum ersten Mal mit Oyster Cards konfrontiert. Oyster Cards sind in der Funktion ähnlich wie Kreditkarten. Man bezahlt zuerst 5 Pfund Pfand und lädt dann, je nach Bedarf, die Karte auf. Möchte man nun den Bus oder die U-Bahn benutzen, hält man die Karte gegen einen Scanner und der Betrag wird automatisch abgezogen und man kann die Verkehrsmittel benutzen. Da London ziemlich groß ist, war es zu begrüßen, sich so eine Oyster Card zuzulegen. Bevor wir uns getrennt hatten, wurde ein Ort, an dem wir uns abends treffen sollten, festgelegt und jeder gelangte (wenn auch auf dem ein oder anderem Umweg) dorthin. Dann machten wir uns gemeinsam auf zu „Dirty Dancing“, dem Musical, welches wir vorher in Erfurt durch Abstimmung ausgewählt hatten.

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Einige waren ziemlich skeptisch, mich inbegriffen, doch die Inszenierung des gleichnamigen Filmes, hat mich umgehauen. Tolle Tanzeinlagen, Musik, die unter die Haut ging und ein begnadetes Musicalteam wurde uns geboten. So kehrten wir dann alle glücklich ins Hotel zurück, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.

TAG III
Am Donnerstag statteten wir dem „Globe Theatre“ einen Besuch ab. Das „Globe Theatre“ gehörte damals William Shakespeare und bietet auch heute noch eine luxuriöse und schön gestaltete Freilichtbühne, die man sich zusammen mit einer Führung ansehen konnte, was wir auch taten. In dem Theater befand sich außerdem zu der Zeit eine Ausstellung, die wir auch besuchten,  gefolgt von einer kleinen Shoppingtour im hauseigenen Shakespeare Souvenirladen. Am Nachmittag war Museumszeit. Die staatlichen Museen in London sind alle kostenfrei, sodass wir einfach eines wählen konnten, was uns interessierte. Zur Auswahl standen: „British Museum“, „Natural History Museum“ und „Science Museum“.

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Wir teilten uns also auf, um uns die Schätze und interessanten Dinge anzuschauen, die dort jeweils ausgestellt waren. Am Abend trafen wir uns dann alle wieder, um einen Spaziergang durch den „Hyde Park“ zu machen. Die Dämmerung warf ein wunderbares Licht auf das Wasser und so viele unterschiedliche Vogelarten hatte sicherlich noch Niemand auf einem Haufen gesehen. Spätabends kehrten wir dann wieder, völlig geschafft von unserem letzten richtigen Tag in London, ins Hotel zurück.

TAG IV
Freitag gab es einige Streiks in London, weshalb unser Busfahrer nicht in der Lage war, uns zum „Tower of London“ zu bringen. So verließen wir uns auf den „Overground“ (ähnlich wie ein Zug), der uns sicher zu unserem Ziel brachte. Wieder ausgestattet mit einem Audioguide erkundeten wir die riesige Anlage des „Tower of London“, in welchem die Kronjuwelen und viele andere Dinge wie Rüstungen etc. aufbewahrt werden.

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Zum krönenden Abschluss und bevor es wieder zurück nach Erfurt ging, fuhren wir mit einem Boot nach Greenwich, der Ort, an dem sich der Null Meridian befindet. Wir schossen Fotos, kauften uns noch einige Dinge und genossen die wunderbare Aussicht. Wehmut kam dann langsam auf, als wir wieder in den Busstiegen und die 16-Stundenfahrt zurück antraten.

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Als Fazit kann ich sagen, dass sich diese Reise sehr, sehr gelohnt hat. Wir bekamen einen wunderbaren Eindruck von London und hatten unendlich viel Spaß. Keiner von uns hat sich verletzt oder wurde bestohlen (von einem Handtuch, welches das Hotel einfach mit in die Wäsche warf, mal abgesehen), was deranfänglichen Beunruhigung und Skepsis den Wind aus den Segeln nahm.

Miriam Aissaoui  10b

09.07.2012