Studienreise der 9. Klassen

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Paris, 31.05. - 05.06.2015

Pariser Sehenswürdigkeiten wie der Louvre, die Seine und den Eiffelturm kennt man von Bildern, aus Filmen oder dem Französischbuch. Sie stehen typisch für Paris. Doch wie ist es, direkt davor zu stehen? Und gehören zu Paris nicht auch noch andere Seiten?

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Mit solchen Gedanken machten wir uns Sonntagnacht auf den Weg. Die Nachtfahrt im Bus war schon eine kleine Hürde. Wie setzt man sich am besten, um den größtmöglichen Bequemlichkeitsfaktor zu erreichen? Nach mehr oder weniger erholsamen 13 Stunden Busfahrt kamen wir am Montag in unserem Hotel an. Und schon ein erster Schock: überall Menschen, die ihre nicht mehr benötigten Haushaltsgeräte, Kleidung, etc. auf Decken und Tüchern in der Nähe des größten Flohmarkts in St. Quen anboten. Nur ein paar Meter weiter fanden sich solche verlassenen 'Stände' wieder, direkt vor unserem Hotel... Nachdem das Gepäck abgestellt war, fuhren wir mit der Métro zur "la Défense", dem 'Manhattan' der Stadt. Zwischen Banken- und Firmenhochhäusern fanden wir Bänke unter Bäumen zum Ausruhen, kleine Lokale, aber auch größere Einkaufszentren. Nach gut 1,5 Stunden Freizeit in kleinen Gruppen ging es mit der Métro zum Seineufer beim Eiffelturm. Dort gingen wir an Bord eines "Bateau mouche" und hatten eine einstündige Tour auf der Seine, bei der wir uns auch ein bisschen von der Busfahrt erholen konnten. Dabei haben wir das Musée d'Orsay, Notre Dame, Pont Neuf und und und... gesehen. Am Ende des Tages waren eigentlich alle froh, in etwas bequemeren Betten zu schlafen als auf eckigen Bussitzen.

Dienstag: Neuer Tag, noch mehr Sehenswürdigkeiten. Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt  sahen wir gefühlt alles und doch wieder nur einen kleinen Teil der Stadt. Von der Opéra Garnier, vorbei am Louvre auf die Île de la Cité und dann noch einen Stopp am Eiffelturm, aber schnell, es geht gleich weiter zum Tour Montparnasse. Nach einer Mittagspause sind wir dann mit dem Fahrstuhl in die 59. Etage des Hochhauses gefahren. Auf der Aussichtsplattform war es ziemlich windig, jedoch hatte man eine beeindruckende 360° Sicht auf Paris. Nach 38 Sekunden mit dem Fahrstuhl waren wir wieder auf normaler Höhe und gingen zum Friedhof Montparnasse. Auf dem ältesten Friedhof Paris liegt u.a. André Citroën, der Begründer der gleichnamigen Autofirma, unter einem einfachen Grabstein. Dann hatten wir aber immer noch genug Zeit uns einen Film über die Entstehung Paris und 'Welcher König hatte zu viel Geld und musste dann in welches Schloss investieren?' anzuschauen. Bevor es dann auf eigene Faust geradeaus und dann auf der linken Straßenseite im Hard Rock Cafe Abendessen gab, konnten wir uns noch in der Galeries Lafayette im Jugendstil umschauen. So ging der zweite Fuß-belastende Tag zu Ende.

Doch auch am Mittwoch waren wir viel zu Fuß unterwegs. Am Vormittag ging es 3 Stunden durch das Musée d'Orsay. In dem ehemaligen Bahnhofsgebäude ist vor allem Kunst aus dem 19. Jhd. untergebracht. So kamen wir an van Goghs, Monets  und Renoirs vorbei, die man eigentlich nur aus Büchern oder dem Kunstunterricht kennt. Später dann sind wir durch den Jardin des Tuileries zum Louvre gelaufen und weiter zur Notre Dame. Nachdem wir uns auch die Kirche von innen angesehen hatten, blieb wieder Zeit für uns. Rund um das Centre Pompidou konnte man in vielen Second Hand Läden stöbern oder wie ich auch nur am Strawinsky-Brunnen (neben dem Centre Pompidou) sitzen und die Füße ausruhen. Am Abend gab es dann schließlich wieder, wie am Montag, Hühnchen (für die Vegetarier unter uns Pilzpfanne) mit Reis und Salat im Restaurant neben dem Hotel. Nach 3 Tagen intensiver Stadtbesichtigung waren wir alle ziemlich geschafft und dann die Botschaft: Morgen, am Donnerstag, gibt es um 7 Uhr Frühstück und die Koffer müssen um kurz vor 8 im Bus sein.

So quetschten wir uns dann am Donnerstagmorgen noch halb schlafend in die Métro und dann in den RER, einen Zug, der in die Vorstädte fährt, um zum Collège 'La Malmaison' zu fahren. Nachdem wir doch noch den Weg gefunden hatten, nahmen wir in der Schule am Mathe-/Englisch-/... Unterricht teil. Danach wurde zusammen gesungen, gegessen und sich über uns und unseren Aufenthalt in Paris unterhalten. Um kurz nach 12 machten wir uns dann wieder mit dem RER und der Métro auf den Weg in Richtung Paris-Zentrum. An der Jugendstil Station Abbesses/am Montmartre sind wir ausgestiegen. Es folgten vier Stunden Freizeit, in denen wir essen, ein Quiz zu diesem Viertel abarbeiten und uns das anschauen sollten, was uns interessiert. So sind wir in kleinen Gruppen u.a. über den Place du Tertre, wo Künstler ihre Bilder verkaufen, aber auch Portraits von Touristen gemalt haben, gelaufen und/oder haben uns Sacré Cœur angesehen. Während der ganzen vier Tage hat es (zumindest tagsüber) nie geregnet. Am Donnerstag waren es jedoch nicht um die 20°C, sondern fast 30°C. Dementsprechend war auch die Luft im Bus, der den ganzen Tag in der Sonne gestanden hat. So haben wir dann Paris um kurz nach 18 Uhr verlassen: in einem stickigen Bus, nicht sicher, ob die Klimaanlage funktioniert oder nicht. In der Hoffnung, schlafen zu können, erfüllte sich für viele von uns.

Am Freitag kamen wir Punkt 7.30 Uhr am Domplatz wieder an; müde, mit Füßen, die austauschreif waren, jedoch voller Eindrücke und Erinnerungen an vier beeindruckende Tage in Paris.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Streit, Frau Gode, Frau Waldner und Herrn Großner für die Organisation dieser schönen und interessanten Studienfahrt.

Pauline Prickler

Hier nun ein paar Eindrücke von unserer interessanten Studienreise:

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25.06.2015