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Studienreise der 11. Klassen

Rom, 12.04.-18.04.2015

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Roma tibi subito motibus ibit amor

                       Rom, zu dir wird begeistert die Liebe rasch kommen

Haben Sie schon einmal versucht, rückwärts zu lesen? Unsere Überschrift kann man vorwärts und rückwärts lesen und sie sagt zweimal dasselbe. Amor ist der heimliche Name der Stadt Rom.
Als Aeneas, der Urahn der Römer, sich von Dido trennen wollte, sagte er, dass er in das Land seiner Liebe (amor) geht – also dorthin, wo Rom einst gegründet werden sollte (Roma).
Und so machten auch wir uns im Frühling 2015 voller Vorfreude auf die Ereignisse, die uns in den kommenden Tagen erwarteten, auf den Weg in die Stadt, die unsere „Liebe“ werden sollte.

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Einige von uns hatten sich schon wettergerecht für Italien eingekleidet, während andere noch vom  deutschen Frühling beeindruckt froren. Doch spätestens auf der Busfahrt wurde allen warm – dank  der 28 ° im Bus.

In Rom angekommen ging es so bald wie möglich mit dem Zug in die Innenstadt. Am ersten Tag war noch alles neu für uns: das Bahnfahren, der italienische Verkehr und Händler, die uns alle paar Minuten einen „Selfie-Stick“, eine Markensonnenbrille oder -handtasche verkaufen wollten. Dazu kamen auch die vielen Eindrücke der neuen, uns noch unbekannten Stadt.
Um uns daraufhin einen ersten Überblick zu verschaffen,  stiegen wir die Treppen hinauf und sahen dann vom Pincio aus die Stadt und die Piazza del Popolo.

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Von dort aus ging es für uns weiter zum Vatikan. Nach interessanten Vorträgen über den Staat im Staat und Michelangelos Pieta vor beeindruckender (Geräusch-) Kulisse hatten wir die Möglichkeit zum Besuch des Petersdoms mit Kuppelaufstieg.

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„Michelangelos Pieta – sehr begehrt. Jeder möchte die berühmte Statue einmal im Leben sehen und die Massen reißen sich um die beste Position zum Fotografieren.“ - Clara Rummer
Wir gingen weiter zur Engelsburg und Engelsbrücke, auf welcher wir die Engel und die dazugehörigen Inschriften genauestens studierten.

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Auf der Piazza Navona erfuhren wir vom Martyrium der heiligen Agnes und der Konkurrenz zwischen den Architekten Borromini und Bernini – das ließ uns den Vier – Ströme  – Brunnen besser verstehen.

Am Dienstag hatten wir wieder viel vor. Nach einer kalten Nacht und Zwieback zum Frühstück waren alle gut gelaunt und gespannt auf viele Sehenswürdigkeiten an diesem Tag.

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Wir sahen den Friedensaltar des Augustus - Ara Pacis, das Pantheon und das Kapitol, von dem aus wir einen herrlichen Blick über die Stadt und das Forum Romanum hatten. Hier erblickten wir auch das Kolosseum zum ersten Mal.
Am Nachmittag liefen wir zur Villa Borghese. Diese erreichten wir, nachdem wir unterirdisch lange Wege auf Rolltreppen und Laufbändern zurückgelegt hatten.
Vor Ort hörten wir Interessantes zu den Skulpturen, die wir in der Galleria sehen sollten, und deren mythologischen Hintergrund. Wir bekamen von Frau Paudler den Hinweis, auch die Gemälde an der Decke zu betrachten. Diese sind berühmt für ihre plastischen Darstellungen – alles nur Illusion.

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Der Mittwoch führte uns zum Circus Maximus. Auf der ehemaligen Rennbahn hörten wir Interessantes zu den Wagenrennen in der Antike. Im Hintergrund schauten wir auf den Palatin – die Wiege der Stadt Rom, auf dem Zeugnisse für die erste Besiedlung Roms gefunden worden sind. So erfuhren wir auch etwas über die wahre Gründung der Stadt Rom und den Mythos der Stadtgründung.

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Kurze Zeit später war es endlich soweit: Wir betraten das bekannteste Bauwerk Roms – das Kolosseum. Angekommen in dem alten Gebäude, welches vor Jahrtausenden für Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen und sogar nachgestellte Seeschlachten (Naumachien) genutzt wurde, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen im Schatten  und lauschten den Ausführungen zum Kolosseum.
Gleich im Anschluss ging es zum gegenüberliegenden Forum Romanum, in welchem sogar auf den  Treppenstufen Spielmuster zu sehen waren, die die Römer zum Zeitvertreib in die Steine geritzt hatten.

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Sachkundig wurden wir durch die Ausgrabung geführt und wir konnten wir uns genau vorstellen, wie es vor 2000 Jahren hier ausgesehen haben muss.

Am Donnerstagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Ostia, dem alten Hafen Roms. Mit einem Lageplan und Erklärungen zu den einzelnen Gebäuden ausgerüstet, erkundeten wir die alte Stadt und führten uns selbst. Es machte uns viel Spaß herauszufinden, wo wir uns gerade befanden und die vorbereiteten Informationen vorzutragen, wenn auch nicht immer jeder gleich bemerkte, dass er jetzt an der Reihe ist.

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Nach diesem kleinen archäologischen Experiment hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung und einige fuhren zum nahe gelegenen Strand.
Andere kehrten lieber wieder in die Stadt zurück, um sich weitere Sehenswürdigkeiten anzusehen. So z.B. die Kirche Sankt Paul vor den Mauern, in welcher Gemälde von allen Päpsten zu sehen sind. Auch die Centrale Montemartini, die Cestius Pyramide und der angrenzende Friedhof für Ausländer mit den Gräbern von Goethes Sohn, Shelley und Keats waren von großem Interesse.

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Mit dem Freitag brach nun schon unser letzter Tag in Rom an und ein bisschen Wehmut war auch dabei. Heute gab es nur noch einen Punkt auf unserem Programm: die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle.
Vor Ort hieß es dann lange anstehen und Leute abwimmeln, welche uns immer wieder „skip the line“ ermöglichen wollten. An diesem Tag lohnte sich der mitgebrachte Anglerstuhl besonders, denn zwei Stunden Warten geht ganz schön auf die Füße.
Endlich angekommen durften wir uns nach Informationen zu Michelangelo, seinen Kunstwerken und Hinweisen, was wir wo finden können, nun endlich in das Gedränge stürzen. Zwischen unzähligen Menschen bestaunten wir die Kunstwerke und entdeckten viel, bereits im Unterricht Gesehenes und Besprochenes wieder. Aber auch die „Papamobile“ haben uns beeindruckt.

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Leider musste unsere Reise auch irgendwann ein Ende nehmen, aber wir bringen viele neue Eindrücke und Wissen  aus dieser schönen Stadt mit. Einen besonderen Dank auch an Frau Paudler und Frau Merz , die uns diese tolle Studienfahrt ermöglichten.

Laura Bösa
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„Es war eine unvergessliche Reise in eine der schönsten Städte der Welt. Es gab zu viele Eindrücke, um sie alle an dieser Stelle zu 'verbildlichen'.“ - Clara Rummer

„Die Studienreise nach Rom war für alle teilnehmenden Schüler, mich eingeschlossen, eine ganz besondere Erfahrung, bei der wir neben viel Spaß in den gemeinsam verbrachten Tagen auch viel Interessantes erfahren und Unglaubliches gesehen haben.“ - Paul Zeise

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10.06.2015