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Studienreise der 11. und 12. Klasse

Rom, 24.05. - 30.05.2009

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So groß ist ROM !

In diesem Jahr ging es für einige Schüler der Oberstufe ins historische und sehr heiße Rom. Eine Studienfahrt mit viel Bewegung und jeder Menge Spaß sollten die Schüler der 11.und 12. Klassen in der letzten Maiwoche 2009 erleben. 
Nachdem auch der letzte Schüler eine Minute vor der Abfahrt erschienen war,  herrschte zu Beginn der Reise eine vorfreudige und aufgeregte Stimmung unter den Teilnehmern, die sich auch bis spät in die Nacht nicht ändern wollte. Als die leise Stimme des Busfahrers alle um 01:10 Uhr in Italien willkommen hieß, bemerkten dies nur wenige. Der so schon recht unangenehme Schlafzustand wurde also durch einen lauten Geräuschpegel noch verschlimmert, so dass eine große Zahl zerknautschter Gesichter am nächsten Tag aus dem Bus stieg, deren Laune sich über den Tag jedoch verbesserte.

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Das könnte sowohl an der frischen Luft gelegen haben als auch der spirituellen Aura des Vatikans. Dort fanden auch schon die ersten Vorträge der Schüler statt, die uns einen Eindruck von der Bauweise und Bedeutung des Petersdoms und des davorliegenden Petersplatzes verschafften.

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Gleiches ereignete sich dann auch vor der Engelsburg und der Engelsbrücke, bevor wir zur Piazza Navona und dem Pantheon weiter gingen. Für die meisten endete der erste Tag nach der Verteilung der Bungalows und der Bettbesetzung recht schnell.
Der nächste, viel zu früh begonnene Morgen begann mit einem Frühstück, das aus einem übergroßen hohlen Brötchen und süßem Aufstrich bestand. Danach setze sich die Kolonne der Erfurter Schüler in Richtung Innenstadt in Bewegung. Diesmal stand die Besichtigung des Forum Romanum und des Titusbogens, gefolgt von der Galleria Borghese, an. Nach einem kleinen Gewaltmarsch konnte man in dieser (mit ein bisschen Ausdauer im Nacken) sehr schöne Deckengemälde bewundern oder sich auf Augenhöhe die Statuen „Die Entführung der Persephone“ oder die „Paolina Borghese“ ansehen und sich von der Ausstrahlung des Marmors beeindrucken lassen.
Schon am zweiten Tag klagten die meisten über schmerzende Füße, was sich in der restlichen Woche noch verschlimmern sollte, da die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten zu Fuß zurückgelegt wurden. Eine Stärkung gab es dann für jeden individuell, bei einer Pizza oder einem Teller Pasta. Der restliche Tag wurde dann von jedem selbst gestaltet mit der Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten, Einkaufen oder dem Austesten des Swimmingpools im Feriendorf.
Der dritte Tag sollte netter Weise ein bisschen später beginnen, denn den Weg in die Innenstadt wollten wir mit der S- und U–Bahn nehmen. Am Kolosseum angekommen ging es gleich zur Besichtigung dessen und zu weiteren Vorträgen. Nach der Umrundung und ausgiebigem Fotografieren des antiken Bauwerks trafen sich alle am Ausgang wieder und setzten ihren Weg durch die Touristenmasse Richtung Palatin und Circus Maximus fort. Hier folgten weitere Vorträge. Später wurde die Zeit zur individuellen Besichtigung verwendet. Als nächster Treffpunkt wurde das Kapitol festgelegt. Nach einigen Komplikationen hatten   dann alle den Weg gefunden und waren sicher angekommen.

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Die Betrachtung der Kunstwerke in den Kapitolinischen Museen ließ den ein oder anderen staunen und über ihren Inhalt spekulieren. So konnten der „Dornenauszieher“ und die Reiterstatue des Mark Aurel besichtigt werden. Wer sich Zeit ließ, konnte auch viele griechische und römische Götter bewundern und bestaunen. Die Kellergewölbe bargen viele historische Inschriften und Fresken. Trotz einer solchen Menge Kultur blieb dennoch viel Zeit übrig. Diese konnte wieder von jedem selbst gestaltet werden.  Natürlich alles zu Fuß! Doch wer tapfer durchhielt, konnte im Laufe der Tage noch wunderschöne Ecken Roms entdecken, so etwa den Trevibrunnen oder die Kirche San Clemente mit ihren „Untergeschossen“
Der nächste Morgen bescherte uns eine Busfahrt. Der Reisebus brachte alle in das außerhalb von Rom liegende „Ostia Antica“, die antike Hafenstadt. Eine kleine Führung wurde von der Lateinlehrerin Frau Nitschke gehalten, unterstützt von einigen weiteren Vorträgen.

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Dieser Rundgang führte die Menge am Friedhof, den Thermen, dem Theater und den Latrinen (Toiletten) vorbei. Wenig später wurde die Schülerhorde „freigelassen“ und konnte sich im Gelände bewegen. So konnte man einige wunderschöne, nicht von Touristen überfüllte Orte finden und sein Mittagsmahl (das in vielen Fällen aus Croissants und Schokoaufstrich aus dem Camp sowie diversem Obst und Gemüse bestand) auf halb eingestürzten Latrinen abhalten. Übrigens sind diese äußerst bequem. Die Römer wussten schon damals, warum sich ein Gespräch auf den Latrinen lohnte. Wer lange genug dort blieb, wurde reichlich nass, da dieser Donnerstag der einzige Tag war, an dem es regnen sollte.
Von diesem weiträumigen Gelände konnte jeder zurück in die Stadt fahren und den Nachmittag individuell verbringen. Um 18.00 Uhr trafen wir uns auf der Piazza del Popolo, um gemeinsam den Friedensaltar des Augustus zu besichtigen. Das Abendprogramm eines jeden hieß dann: Packen, denn für den nächsten Tag war die Abreise geplant.

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Dieser Tag führte alle Teilnehmer noch einmal in den Vatikan, dieses Mal aber in die Museen, in denen man, je nach Rundgang, 2 - 7 km zurücklegen konnte. Das Highlight dieses Tages war wohl für alle die Sixtinische Kapelle. Von dort aus nutzte jeder die verbliebene Zeit zum Einkaufen der letzten Mitbringsel und zum „letzten Abendmahl“.
Eine anstrengende Nacht im Bus folgte, die aber wesentlich ruhiger als die Hinfahrt verlief. Der nächste Morgen bedeutete die ersehnte (19°C kalte) Ankunft in der Heimat, wo alle mit Freuden von ihren Familien und Freunden in Empfang genommen wurden. Es wurde gleich damit begonnen, von den Erlebnissen zu berichten. Jeder Teilnehmer dieser Fahrt wird gute Erinnerungen haben und es jedem weiter empfehlen, sich die traumhaft schöne Stadt Rom anzusehen.
In diesem Sinne auch vielen Dank an unsere Lehrerinnen Frau Nitschke und Frau Rümpler, an Frau Walter und Frau Günther, sowie an Herrn Rümpler und Herrn Gode, die uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen – sei es, um Wissenshunger zu stillen oder um erste Hilfe zu leisten!

Anne-Maria Günther, Annemarie Walter

10.07.2012