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Studienreise der Klasse 10b und der 11. Klassen

Rom, 04.05.-10.05.2014

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Rom – eine Stadt auf sieben Hügeln. Wer einmal dort war, wird sich verlieben und nicht wieder weg wollen – so wie ich.
Als wir uns auf den Weg dorthin machten, wusste ich noch nicht, wie bezaubernd diese Stadt ist.
Unser erster Tag stand ganz im Zeichen des Vatikans. So haben wir uns den Petersplatz und die Peterskirche angesehen, Michelangelos Pieta bestaunt und viel Interessantes über diesen Ort und dessen Geschichte erfahren. Aber auch Aktuelles aus dem Vatikanstaat war spannend.

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Die folgenden Tage standen mit Kolosseum, Forum Romanum, Kapitol und Ostia Antica ganz unter dem Motto „Ein Tag im Alten Rom“.

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Das Gefühl, vor dem eindrucksvollen Kolosseum zu stehen, ist schwer zu beschreiben. Heute ist man an seine „abgebrochene“ Silhouette gewöhnt. Aber sie ist nur eine Ruine, ein Relikt dessen, was es vor 1900 Jahren einmal war. Es fehlt fast die Hälfte seines äußeren Rings, innen ist es nur noch ein Gerippe aus Stein. Es fehlen seine schneeweißen Stufen aus Travertin, die Arena, die Statuen in den Nischen, die Galerie der obersten Reihe. Ganz zu schweigen von der Atmosphäre, den vielen Transparenten, den bunten Massen, den Schreien der Zuschauer. Heute kann man nur noch das Skelett dieses großartigen Amphitheaters bewundern. Und doch kommen jedes Jahr viele Millionen Touristen, wie wir auch, und wollen es bewundern.

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Man kann nicht anders, als von der Größe, der Pracht und der Schönheit des Forum Romanum beeindruckt zu sein, wenn man sich vorstellt, wie es vor zweitausend Jahren ausgesehen haben mag.

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Mit seinen unzähligen Tempeln und Markthallen, durch die es politisches und religiöses Zentrum der Stadt war, Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Lebens mit Märkten  und Geschäften. Obwohl über die Jahrhunderte hinweg immer neue Gebäude entstanden, alte entweder umgebaut oder abgerissen wurden, reichte das alte Forum bald nicht mehr aus und Caesar begann, gleich daneben, ein Neues zu errichten. Fünf wurden insgesamt neben das Forum Romanum errichtet – sie erstrecken sich über eine Fläche von 9 Hektar: Ein außergewöhnlicher Komplex von Stuck, Marmor, vergoldeten Statuen, Plätzen und eleganten Säulengängen - der Sitz der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit des Imperium Romanum. Hier wohnte der Geist Roms.

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Sein heutiger Anblick, eine Ansammlung von Ruinen, ist nicht so sehr Folge von Raubbau und mittelalterlichen Plünderungen, sondern vielmehr Folge päpstlicher Bauwut. In nur wenigen Tagen verschwanden Gebäude, die das Herz des antiken Roms ausgemacht hatten, vor aller Augen.
Die zurückgebliebenen Trümmer und Fragmente betrachten und fotografieren Millionen von Touristen noch heute.

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Auch wenn Rom selbst vieles an Antikem zu bieten hat, lohnt ein Ausflug in die antike Hafenstadt der Metropole in jedem Fall.

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Ostia Antica – der Hafen und Speicher des antiken Rom liegt heute ca. 6 km weit weg vom Meer und vermittelt uns einen Eindruck, wie einfache Menschen damals lebten. Da das Stadtgebiet nicht in späteren Jahrhunderten überbaut und zersiedelt wurde, vermittelt es einen ganz anderen - und in vielerlei Hinsicht leichter zugänglichen - Eindruck von einer antiken Stadt als Rom. Dies begünstigte auch ein insgesamt besserer Erhaltungszustand der Ruinen, die teilweise bis in obere Stockwerke erhalten sind.

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Dort, wo das Leben einst in Theatern, Thermen, Mietshäusern, Mühlen, Tempeln und Speichergebäuden, auf Straßen und Foren pulsierte, wachsen heute riesige Schirmpinien und Efeu überwuchert die Ruinen. Die Grundmauern der Gebäude sind erhalten – wunderschöne Blumen und Mohn füllen  sie aus.

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Aber auch Roms Kunstschätze haben wir uns angesehen. In der Galleria Borghese und den Vatikanischen Museen haben wir, zumindest ein Teil von uns, mehr als 7 Km hinter uns gelassen und viele berühmte Werke von Bernini, Raffael und Michelangelo gesehen und waren überwältigt.

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Vergessen darf ich natürlich nicht die Piazza Navona, die spanische Treppe und den Trevibrunnen -  die Highlights für uns Jugendliche.

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Fassen wir zusammen: Rom ist ein einzigartiges Phänomen, sowohl in der Antike als auch in unserer modernen Zeit. Wer zum ersten Mal herkommt, ist überwältigt von der Größe der Gebäude, den ungeheuren Menschenmengen und der Vielzahl an Geschäften. Es ist und war die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, in der ständig rege Geschäftigkeit herrscht. Und genau diese Massen und Geschäftigkeit stellten uns auf eine harte Probe.
Wer allerdings schon einmal da war, sieht diese laute Welt mit anderen Augen. Er ist mit der entsprechenden Gelassenheit ausgestattet, um sich in den Straßen fortzubewegen, den Überblick zu behalten und Rom als „vor Heiterkeit und Vitalität pulsierende“ Stadt von Welt zu sehen – wie es Martial bereits formulierte.

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Nach dieser anstrengenden, aber sehr interessanten Woche, habe ich beschlossen, ganz bestimmt zurück zu kommen. Zum einen habe ich eine Münze in den Trevibrunnen geworfen – das soll ja bekanntermaßen Garant dafür sein – und zum anderen hat die Stadt etwas Magisches an sich, das man einfach erleben muss.
Am schönsten ist es, am Abend durch die engen Gassen zu gehen (davon gibt es übrigens mehr als genug), und sich von leiser Musik und Vogelgezwitscher verzaubern zu lassen. Man möchte nie wieder weg von hier.

Julia Rauch
A. Paudler
23.06.2014