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Alles was (B)RECHT ist...: Taufrisch von der Aufführung

Und schon ist sie vorbei, die geliebte Theaterwoche, untergegangen zwischen tosendem Applaus und schnellem Hinaustrotten der Zuschauer. Eine Theaterwoche voller Action, Spaß, Auswendiglernen und Verkleiden. Eine Theaterwoche, die uns vor der Schule, vor lästigen Leistungskontrollen und Lehrern gerettet hat – wenn auch nur für fünf Tage.

Worum ging es, fragt vielleicht der interessierte Leser. Um Brecht, Bertolt Brecht.
Für mich eine der unzähligen Persönlichkeiten, von denen ich gehört hatte, mit denen ich aber nicht viel verband und über die ich kaum etwas wusste.

Jetzt ist alles anders. Brecht ist mir ein Begriff, ich kenne unzählige Werke von ihm. Und meinen Mitschülern wird es nicht anders gehen. Brecht als pubertierender Jugendlicher. Brecht als Verliebter. Brecht als Gesellschaftskritiker.

Was muss noch gesagt werden? Geben wir Brecht das Wort: „Glotzt nicht so romantisch!!!“ Diese Aufforderung ist der Auftakt unserer Aufführung und versetzt den Zuschauer sofort in die von Brecht gewollte Stimmung. Der Zuschauer soll nicht mitfühlen, sondern das Geschehene mit einem gewissen Abstand betrachten und bewerten und ich denke, dass uns das sehr gut gelungen ist.

Unser Abend war in vier Abschnitte unterteilt: Gedichte und Anekdoten aus Brechts Kindheit und Jugend, seine Erkenntnisse zum Thema „Lernen und Schule“, seine vielen Lieben und die daraus resultierenden Gedichte und seine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. „Sie sind ein Plattkopf“ – so kommt z.B. „mein“ Gedicht beschuldigend dem aufmerksamen Zuschauer entgegen und bildet den Abschluss einer erfolgreichen Vorstellung und aufregenden Woche.

Alles in allem entstand ein sehr gelungener Abend, auch wenn es vielleicht im Backstage-Bereich manchmal etwas zu laut war, weil wir alle hinter der Bühne auf unsere kleinen oder großen Auftritt warten mussten und Lampenfieber hatten.

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Herzlich möchte ich mich bei Frau Lemmer als engagierten, inspirierenden und motivierenden Theaterwochenleiterin bedanken, die es verstand, sogar den Theatermuffeln unter uns eine bühnenreife Showzu entlocken.

Eliza Roth
27.07.2012